Professionelles Schreiben

In dieser Rubrik geht es um die Vereinbarkeit (oder Unvereinbarkeit) schriftstellerischer Ambitionen und lebensweltlicher Bedingtheiten. Und natürlich darum, das eigene Schreiben zu professionalisieren, um möglicherweise davon leben zu können. Wie kann man das eigene Schreiben verbessern, welche Tipps, Tricks und Techniken gibt es, sich die Arbeit zu erleichtern und schneller voranzukommen?

Kaum jemand hat mit dem eigenen Schreiben aus dem Stand heraus Erfolg. Beinahe alle Schreibenden müssen lange Jahre ihren Lebensunterhalt auf andere Weise verdienen, bis es womöglich irgendwann einmal funktioniert, dass das Schreiben genügend abwirft. Der Weg dahin ist schwer und erfordert großen Durchhaltewillen.

Nicht nur aus finanzieller Sicht ist das eine große Herausforderung. Auch das soziale Umfeld kann es der Autorin oder dem Autor mitunter schwer machen. Denn solange noch keine offizielle Buchveröffentlichung vorzuweisen ist, kann es sich in den Augen vieler nur um ein nettes, aber nicht ernstzunehmendes Hobby handeln. Dass Schreiben, wie es hier verstanden wird, aber keineswegs Hobby ist, sondern innere Notwendigkeit und untrennbar mit dem eigenen Leben verknüpft, ist wahrscheinlich vielen nicht nachvollziehbar.

Schreiben wird hier als das betrachtet, was es ist, wenn man es damit ernst meint: eine Lebensform.

Und auch der Faktor Zeit spielt natürlich eine große Rolle. Schreiben und Zeit – das ist von jeher ein schwieriges Verhältnis. Nur wenige Autorinnen und Autoren haben den Luxus, sich hauptberuflich mit dem Schreiben beschäftigen zu können. Die meisten werden ihre literarischen Ambitionen neben dem eigentlichen Gelderwerb verfolgen müssen. Und wer sein Geld mit anderen Dingen als mit dem Eigentlichen, nämlich dem Schreiben, verdienen muss und daneben noch die Zeit aufbringen, um Texte zu Papier zu bringen, der hat ein handfestes Problem in dieser Richtung. Und selbst die wenigen Glücklichen, die von ihrem Schreiben leben können, werden noch eine Balance finden müssen zwischen dem Leben in der Literatur und dem Leben im sozialen und familiären Umfeld. Denn wenn man obendrein noch die Verwegenheit besitzt, eine Familie zu gründen – dann wird´s richtig haarig. Schlafen muss man sich dann abgewöhnen.

 

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