Unverlangte Manuskripte

Warum Verlage (k)eine Absage erteilen

An jedem Tag, den Gott werden lässt, werden hunderte und aberhunderte von Manuskripten bzw. Typoskripten voller Hoffnung ihrer Schöpfer und Schöpferinnen auf den Weg geschickt zu den kleinen und großen Verlagen der Literaturlandschaft. Dort sind Praktikanten emsig damit beschäftigt,  die Berge jener unverlangt eingesandten Manuskripte möglichst platzsparend zu stapeln und aus dem Weg zu räumen, damit das eigentliche Alltagsgeschäft des Verlags durch diese ganzen Haufen nicht zum Erliegen kommt. Des guten Anstands wegen – und auch um der Aufrechterhaltung einer gewissen Verlagsromantik willen – bemühen sich die Verlage, alle Einsendungen zumindest einmal angesehen zu haben. Und es ranken sich Mythen um unverlangte Manuskripte, die dann zu grandiosen Welterfolgen wurden. Die Vorsortierung zur Sichtung jener Einsendungen, die zu grandiosen Welterfolgen werden wollen, wird übrigens häufig auch gerne den kostengünstigen Praktikanten überlassen.


Wie stehen die Chancen für eines dieser Manuskripte, die Hoffnungen seiner Schöpferin oder seines Schöpfers zu erfüllen?

Schlecht. Aus berufenen Mündern heißt es, dass gerade einmal eines von 3.000 bis sogar 10.000 es zur Veröffentlichung in einem der renommierten Verlage schafft. Das ist sowohl für die Verlage als auch für die Autorinnen und Autoren frustrierend. Rein ökonomisch betrachtet handelt es sich bei der ganzen Veranstaltung überwiegend um eine lose-lose-Situation, um einmal den inflationär gebräuchlichen Lieblings-Terminus der Wirtschaftswissenschaftler in sein ebenso beklopptes Negativum zu wenden. Die Autorinnen und Autoren arbeiten mitunter jahrelang an ihren Manuskripten und schicken diese an alle möglichen Verlage, nur um ein ums andere Mal nichts aus dieser ihnen fremden Welt, in die sie aber gerne eintreten würden, zu hören oder bestenfalls eine Standardabsage zu erhalten: „Herzlichen Dank für die Einsendung Ihres Manuskripts. Leider müssen wir von einer Veröffentlichung absehen.“ Eine substanzielle Begründung, warum das Projekt abgelehnt worden ist, gibt es in der Regel von den Verlagen nicht. Und das ist auch absolut verständlich, weil diese alle Hände voll zu tun haben, der Flut der unverlangt eingesandten Manuskripte überhaupt Herr zu werden. Dieser zeitliche Arbeitsaufwand steht für die Verlage in keinerlei angemessenem Verhältnis zu der Ausbeute literarisch interessanter und wertvoller Fundstücke, die damit verbunden ist.

Was gefunden wird

Werden die braunen DIN A4-Briefumschläge im Lektoratsbüro geöffnet, kann daraus alles hervorkommen. Manche Manuskripte sind auf ihrem Deckblatt schön verziert mit glitzernden Herzchen-Aufklebern, andere sind handschriftlich abgefasst von älteren Damen oder Herren, wieder andere haben bereits fertige Cover mit selbst entworfenen Illustrationen, die Ihresgleichen suchen. Auch fertiggebundene Bücher sind, dank Book-on-Demand-Verfahren, heutzutage kein Problem mehr. Außer natürlich für das Lektorat.
Bezüglich der Genres gibt es ebenfalls alles. Und noch mehr; Texte, die sich der Zuordnung zu einem Genre komplett verweigern. Das kann unter Umständen interessant sein – die Chancen auf einen Verlagsvertrag steigen dadurch jedoch nicht unbedingt. Das größte Manko der meisten Texte ist der mangelnde Abstand der Autorinnen und Autoren zu ihrem Gegenstand, der meistens sie selber und ihre Erlebnisse sind. Nur weil einen selbst die eigenen Erfahrungen ungemein anrühren, wenn man sie in irgendeiner Form niedergeschrieben liest, wird es anderen Menschen nicht zwangsläufig genauso gehen… Es ist ein guter und sinnvoller Brauch, Tagebücher für sich selbst zu schreiben und anderen gegenüber aber am besten für immer verschlossen zu halten.
Nur ganz selten gibt es zwischen all diesen Einsendungen dann mal etwas, das sich aus Sicht des Lektorats eines genaueren Blickes lohnt und auch tatsächlich als „Literatur“ bezeichnet werden kann und/oder Chancen auf dem Buchmarkt hat: Eine gute Idee, gut umgesetzt und vielversprechend präsentiert, überzeugend in Form und Inhalt.

Dinge, die man tunlichst im Anschreiben oder im Exposé vermeiden sollte

1. „Mein Therapeut hat mir geraten, dieses Buch zu schreiben.“ Ein solcher Satz legt zumindest nahe, dass die notwendige künstlerische Distanz zwischen Autor und Gegenstand zu wünschen lassen könnte.
2. Ein fertiges Cover mitliefern. Gleiches gilt für aufwendig gelayoutete Manuskripte oder gar im Book-on-Demand-Verfahren hergestellte Bücher. Es handelt sich um kein fertiges Buch, sondern um ein Projektangebot, an dem es noch viel zu überarbeiten und zu verbessern gibt.
3. Allzu jovialer Sprachduktus im Anschreiben – oder gar Smileys. Das wirkt nicht locker und sympathisch, sondern eher bescheuert.
4. Vergleiche des eigenen Schreibstils mit dem berühmter Schriftsteller. Das ist albern.
5. Keine genaue Genrezuordnung.

Was zu beachten ist

1. Auf jeder Verlagswebsite sind irgendwo Hinweise zum Einreichen unverlangter Manuskripte zu finden, meistens unter ´Kontakt´. In der Regel sind ein kurzes Exposé plus Autorenvita sowie eine Leseprobe von max. 30 Seiten gewünscht. Vollständige Manuskripte sind es in der Regel nicht. Wenn man die Anforderungen an Manuskripteinsendungen des entsprechenden Verlags nicht beachtet, muss man sich nicht wundern, wenn kein Interesse an einer Zusammenarbeit aufkommt.

2. Verlage haben unterschiedliche Ausrichtungen, was die vertretenen Genres und thematischen Schwerpunkte anbelangt. Wenn das eigene Projektangebot aufgrund des Genres oder des Themas nicht in das Verlagsprogramm passt, passt es eben nicht. In diesem Falle sollte man sich und dem Verlag eine Einsendung ersparen. Man sollte sich die Verlagsprogramme vor einer Einsendung genau ansehen – und natürlich auch wissen, welchem Genre das eigene Werk überhaupt zugehört. Eine Auflistung etlicher bekannter Publikumsverlage samt Kontaktdaten gibt es hier.

3. Wenn das Exposé schlecht ist, kann der eigentliche Text noch so gut sein – er wird vom Lektor oder der Lektorin nicht gelesen werden. Es gilt also, ein gutes Exposé abzuliefern. Ein gutes Exposé vermittelt auf möglichst wenig Raum einen Eindruck von dem Projekt: Worum geht es, was ist der zentrale Konflikt, wie ist der Lauf der Handlung, wie geht die Geschichte aus, warum und für wen könnte das Projekt interessant sein? Das Exposé sollte nach Möglichkeit einen Umfang von drei Seiten nicht überschreiten.

4. Hat das Exposé überzeugt, werden Lektorin oder Lektor auch die Leseprobe sichten. Es erübrigt sich zu sagen, dass diese das eigene schriftstellerische Können hinsichtlich Spannungsaufbau, atmosphärischer Dichte, Dramaturgie, Stil und Figurenzeichnung unter Beweis stellen sollte. Aber darüber hinaus sollte man auch Sorgfalt auf die rein sprachliche Seite legen und darauf achten, dass der Text möglichst frei ist von Fehlern in der Rechtschreibung, Interpunktion, Grammatik, im Satzbau, in der Struktur und inneren Logik.

5. Wie schon erwähnt, werden Verlage überschüttet mit unverlangt eingesandten Manuskripten. Dementsprechend lange dauert die Bearbeitungszeit, weil die Lektorinnen und Lektoren diesem Wust kaum hinterherkommen. Das sollte man wissen und auch entsprechende Geduld haben, um auf eine Antwort – falls denn eine kommt – zu warten. Die Grenze sind etwa drei Monate; wenn man innerhalb dieses Zeitraums noch nichts vom Verlag gehört hat, wird man mit ziemlicher Sicherheit auch nichts mehr von ihm hören und kann dies getrost als Absage betrachten. Wer ungeduldig ist und glaubt, mit ständigem Nachfragen per Telefon oder E-Mail irgendetwas beschleunigen oder zu seinen Gunsten beeinflussen zu können, irrt. Beschleunigen wird er dadurch bestenfalls die Absage, weil der zuständige Mitarbeiter im Verlag genervt ist.

Warum auch qualitativ hochwertige Manuskripte und Exposés bzw. Konzepte abgelehnt werden

Wenn die Qualität stimmt, hat man alles getan, was in der eigenen Macht steht, um die Chancen auf einen Verlagsvertrag zu erhöhen. Aber trotzdem bleibt es Glückssache. Zunächst muss das Projektangebot nämlich die Vorsortierung überstehen. Hier kann es sein, dass ein Praktikant eingesetzt ist, der nach eigenem Gutdünken und mit vielleicht sehr ungeschultem Blick eine Vorauswahl trifft, durch die das Projekt ausgesiebt wird. Sollte es der Lektor oder die Lektorin selbst sein, die prüfen, so könnte die Qualität des Projekts dennoch unbemerkt bleiben, weil es aufgrund von Zeitknappheit evtl. bei einem sehr oberflächlichen Blick auf das Exposé bleibt. Sollte die Qualität des Projektangebots erkannt sein, so könnte es dennoch sein, dass es nicht ins Verlagsprogramm passt. Und wenn es aber auch grundsätzlich ins Verlagsprogramm passen würde, könnte es letztlich dennoch daran scheitern, dass der entsprechende Programmplatz bereits von einem mehr oder weniger ähnlichen Werk belegt ist. Und zu guter Letzt: Lektorinnen und Lektoren können sich in ihrer Einschätzung natürlich auch irren.
Erhält man eine Ablehnung nach der anderen, auch wenn Exposé und Manuskript gut sind, steht man damit nicht alleine, sondern befindet sich vielmehr in illustrer Gesellschaft. Eklatante Fehleinschätzungen von Werken, die später zum Kanon der Weltliteratur gezählt oder zumindest große Publikumserfolge wurden, sind in der Literaturgeschichte keine Seltenheit. Zur Erbauung seien ein paar davon in loser Reihenfolge aufgezählt:

Daniel Defoe: Robinson Crusoe
Joanne K. Rowling: Harry Potter
Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra
Ernest Hemingway: Wem die Stunde schlägt
Lewis Carroll: Alice im Wunderland
Herman Melville: Moby Dick
John Milton: Paradise Lost
Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften
Robert Schneider: Schlafes Bruder

Und die hier Genannten sind wirklich nur eine kleine Auswahl. Es heißt also, sich nicht entmutigen zu lassen. Es ist alles möglich – mit dem entsprechendem Können und dem entsprechenden Willen.


Abschließende Tipps

Wer sich selbst nicht die Mühe machen möchte, sein Projekt allen möglichen Verlagen anzubieten, und zudem auch noch seine Chancen erhöhen möchte, kann sich an eine (seriöse) Literaturagentur wenden. Eine solche kennt sich in der Verlagslandschaft aus, weiß um die Programmschwerpunkte der einzelnen Verlage und kennt oftmals auch den einen oder anderen direkten Ansprechpartner persönlich. Hier findet sich eine Liste deutschsprachiger Literaturagenturen. Ein eigenständiger Beitrag zur Zusammenarbeit mit Literaturagenturen findet sich zudem hier.

Kleinverlage können eine gute Alternative zu den renommierten Publikumsverlagen sein, insbesondere, wenn es sich um das Erstlingswerk handelt. Wenn es sich wirklich um ein interessantes und handwerklich ordentlich gemachtes Projekt handelt, stehen die Chancen gar nicht schlecht, damit in einem der vielen Kleinverlage veröffentlicht zu werden.

Und schließlich in eigener Sache: Wer Schwierigkeiten mit dem Exposé hat, es nicht selbst schreiben kann oder will, wer seine Leseprobe noch einmal von einem professionellen Lektorat prüfen lassen möchte, bevor das Ganze an einen Verlag geht, oder sonstige Unterstützung im Bereich Romanlektorat & Co. sucht, findet hier weitergehende Hilfe: SKRIPTART.

25 Gedanken zu „Unverlangte Manuskripte

      1. Hallo Anton,

        ich wollte folgenden Kommentar posten, aber es funktioniert einfach nicht. Vielleicht kannst du ihn einstellen?

        Hallo Ihr beiden, ein letzter Versuch meine Erfahrungen und Gedankengänge loszuwerden. vielen Dank für die sehr ausführlichen und hilfreichen Kommentare. Ich denke, dass das nicht nur mir den Weg weist, wie es nun weitergehen kann, sondern auch anderen  Autoren (, die ambitionierter sind als ich,) wertvolle Hinweise zur Vorgehensweise gibt. Das wäre einen eigenen Artikel wert! Ich habe mein Projekt (einen Entwicklungsroman von ca. 340 Normseiten, dessen Kernthema aufzeigen soll, wie Yoga und Meditation einem Menschen helfen können, mit den Freuden und Leiden des Schicksals umzugehen) nach jahrzehntelanger Reifung aus dem Bauch heraus geschrieben und befinde mich seit einem halben Jahr in der Korrekturphase. Die zehnfache Überarbeitung kann ich locker toppen. Ich habe mir nachträglich einige Schreibratgeber gekauft und stelle bei manchen fest, dass plakativ und dogmatisch beschrieben wird, wie man nicht schreiben sollte, aber dass sich trefflich darüber streiten lässt, ob bei der Beachtung der Ratgeber am Ende etwas herauskommt, das sich Literatur nennen darf. Die TestleserInnen meines Buchs aus der Yoga-Szene waren durchweg beeindruckt von der Idee, von der Art der Umsetzung anhand eines Lebenswegs, von der Intensität der Gefühle und Gedanken, die meine Protagonistin erlebt. Mein Schreibstil wurde weniger lobend erwähnt, ich halte ihn für ausbaufähig. Das bei Amazon gerne zitierte Rezensionskriterium, man habe das Buch nicht mehr aus der Hand legen können, haben 9 von 10 TestleserInnen ungefragt erzählt. Ich habe eine Leseprobe an eine Lektorin geschickt, die in einer Mail (mit Rechtschreibfehlern) und in zwei sehr freundlichen Telefonaten meinen Stil als guten Schreibstil und meine Idee als sehr interessant bezeichnet hat. Das Angebot, ein kostenloses Probelektorat bei ihr zu machen, habe ich noch nicht in Anspruch genommen. Ich stöbere seit Wochen in Web-Seiten von Lektoren und Schreibtrainern, vor allem in den Leseproben der dort angegebenen Referenzen. Das ist eine sehr ernüchternde Erfahrung. So wie meinem eigenen Buch fehlt den meisten der Bücher, in die ich mich eingelesen habe, die sprachliche Finesse. Da fehlt es an Wortwitz, an ausgefallenen Sprachwendungen, an präzisen Beschreibungen. Und das nicht nur in den Büchern der Kunden, sondern auch in den Krimis und Liebesromanen der Lektoren und Schreibtrainer. „Ich kam … ich sah … er sagte … er fragte … er ging … sie antwortete .. die Sonne schien … usw. usw. usw..“ Braucht man dafür einen Lektor? Lohnt es sich, dafür so viel Geld auszugeben? Für meinen Roman bin ich aus verschiedenen Gründen sehr im Zweifel. 1. Mein Zielpublikum ist stark eingeschränkt. Wer die Erfahrung von Yoga bzw. Meditation nicht kennt, wird mit der Entschleunigung und dem Sezieren von Erlebnissen, Gedanken und Gefühlen wenig anfangen können. 2. Entwicklungsromane, die Jahrzehnte umfassen, sind zur Zeit nicht sehr gefragt. 3. In Verlagen sind ältere Verfasser mit Erstlingswerken, denen vermutlich keine oder wenige Werke folgen, nicht gefragt.

        So bleibe ich bei meinem Traum, dass aus einer Idee ein gutes Buch hätte werden können. Und vermutlich wird das Buch bei BoD eingestellt und mit Hilfe einiger Flyer ein sehr eingeschränktes Publikum in meinem privaten Umfeld finden. Viele Grüße und nochmals danke für die langen Antworten, Anette

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    1. Zwei Bemerkungen zu deinem letzten Kommentar:

      Wenn deine Testleser durchgehend einen Text gut finden, ignoriere die Schreibratgeber. Wenn ich Cassandra Clare lese, schaffe ich maximal zwei Seiten am Stück, bevor ich das Buch in die Ecke pfeffere. Kompletter Schrott für mich, eine Offenbarung für ihre Fans (und Testleser).

      Zum Lektorat:

      „[die Lektorin hat] meinen Stil als guten Schreibstil und meine Idee als sehr interessant bezeichnet. Das Angebot, ein kostenloses Probelektorat bei ihr zu machen …“

      Du darfst mich gern mit faulen Eiern bewerfen, wenn ich den Advocatus Diaboli spiele und das im schlimmsten Fall so übersetze: „Ich erzähle meinen Klienten was immer sie hören wollen, weil sie mir dann Geld geben.“ Das ist ja genau der Grund, warum viele Erstautoren ihren Text für gut halten – „meine Lektorin ist doch ein Profi“. Oder eben nicht.

      Siehe oben im Kommentar, „Meine bohrendsten Bauchschmerzen habe ich, wenn es um die Auswahl des freiberuflichen Lektors geht, der punktgenau auf‘s Manuskript passt. Für jemand, der gar keine Erfahrung hat — also Erstautoren — ist das schwierig“.

      Warum? Weil es Menschen gibt, die glauben, dass sie als Lektor arbeiten können, weil sie einen halben Satz geradeaus schreiben können. Leider hat die Anzahl in den letzten paar Jahren stark zugenommen. Wie soll ein Erstautor diese Sorte Lektor unterscheiden können von erfahrenen Lektoren, die nach einem Berufsethos richten? Ich kann es nicht auf Anhieb, ganz offen gesagt. Ich kenne Lektoren, die bei einem hoffnungslosen Manuskript plötzlich ausgebucht sind bis Ende des Jahrhunderts. Diese Lektoren arbeiten nach einem strengen Berufsethos, auch wenn sie vielleicht im Kuschelton kommunizieren. Ich kenne aber auch Lektoren, die sich über hoffnungslose Manuskripte freuen, weil jeder Vorschlag für Änderungen ein guter Vorschlag sein wird. Nach dem Lektorat kann sich kein Klient darüber beschweren, dass sie FEHLER gemacht hätten. Das sind bombensichere Einnahmen. Diese Lektoren vertreten das Motto „Ich kann auch Hundekacke zum Glänzen bringen, im Notfall nehme ich Goldspray“.

      Ein Probelektorat ist noch der beste Weg, die allergrößten Risiken auszuschließen.

      Kostenloses Probelektorat? Sorry, da schrillen bei mir die Alarmglocken. Die Profis, die ich kenne, nehmen alle ein paar Euros für ihre Probelektorate. Das Angebot für ein kostenloses Probelektorat kann bedeuten „Ich brauche dein Geld DRINGEND!“ – oder es bedeutet, dass sie nach den Telefonaten eine persönliche Beziehung zu dir aufgebaut hat, und darauf vertraut, dass du ihr vertrauen wirst. Das ist schwer einzuschätzen aus der Entfernung. Wenn du knapp bei Kasse bist, kannst du immer noch im Vertrag für das Gesamtlektorat vereinbaren, dass es in zwei oder drei Teilen stattfindet, du nach jedem Teil die Hälfte oder ein Drittel des Honorars zahlst, und nach jedem Teil den Vertrag beenden kannst. Wenn sie Profi ist, arbeitet sie ohnehin an mehreren Manuskripten gleichzeitig – das schont die Nerven, selbst bei brillanten Texten.

      Viel Erfolg!

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      1. > Du darfst mich gern mit faulen Eiern bewerfen, wenn ich den Advocatus > Diaboli spiele und das im schlimmsten Fall so übersetze: „Ich erzähle > meinen Klienten was immer sie hören wollen, weil sie mir dann Geld > geben.“ Das ist ja genau der Grund, warum viele Erstautoren ihren Text > für gut halten – „meine Lektorin ist doch ein Profi“. Oder eben nicht. Ich bewerfe niemanden mit faulen Eiern, keine Sorge!

        Es ist ja so, dass ich meinen Text nicht für gut halte. Ich finde ihn nicht schlecht, aber wenn ich ihn mit den Büchern vergleiche, die ich gern lese (und dazu gehören _ganz sicher nicht _Cassandra Clare o.ä.), sehe ich noch viel Verbesserungspotential, für das ich bereit wäre zu zahlen.

        Das gleiche Verbesserungspotential sehe ich allerdings, wie schon geschrieben, bei den Leseproben der Referenzen, die viele Schreibtrainerinnen und Lektoren auf ihren Web-Seiten propagieren. Da kann man bis zu 30 Seiten lesen und hat den Grundwortschatz Deutsch auf keiner einzigen Seite verlassen oder kämpft sich durch einen verschwurbelten Paragrafen nach dem anderen, weil /Show, don’t tell/ und das /Verbot von Adjektiven und Adverbien/ zum absoluten Gesetz erklärt werden.

        Korrigiert mich, wenn es illusorisch ist, aber ich würde jedem Erst-Autor raten:

        1. Überlege, was du gern liest. Wie würdest du gern schreiben? Welchen Autor, welche Autorin hast du zum Vorbild? Vergleiche deinen Text mit diesen Autoren! Wie groß ist die Diskrepanz? Wo siehst du die Lücken?

        2. Prüfe die LektorInnen und/oder SchreibtrainerInnen, ob sie Referenzen angeben, die deinem Anspruch entgegen kommen. Gefällt dir das, was du liest? Dann könnte es die richtige Person sein.

        Für mich waren dieser Artikel und anschließende Diskussion auf jeden Fall lehrreich.

        Viele Grüße,

        Anette

        http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/2017/09/lauter-schone-satze.html

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      2. zu 1. würde ich sagen, dass das in dieser Form auf den „Ideal-Erstautoren“ zutreffen könnte. Soll heißen, es muss dem Autor/der Autorin hinreichend die Fähigkeit zur Selbstreflexion und einer kritischen Distanznahme zum eigenen Text und Schreiben gegeben sein. Das trifft leider nicht auf alle ErstautorInnen zu. Zudem werden ErstautorInnen vermutlich noch nicht in der Lage sein, einwandfrei zu erkennen, worin der Unterschied zwischen den Texten des Vorbilds und dem eigenen Schreiben liegt, weil dieser Unterschied in einer Vielzahl von Elementen begründet ist, die ihrerseits zudem alle miteinander verwoben sind. Eine genaue Analyse dürfte Schreibanfängern schwer fallen bis unmöglich sein. Es bleibt bestenfalls der Eindruck bzw. die Erkenntnis, dass das Vorbild alles besser macht und kann als man selbst. Aber immerhin: diese Erkenntnis allein ist schon viel wert. Denn wie gesagt, nicht alle ErstautorInnen…
        Und keinesfalls sollte man sich mit seinem Lieblingsautoren/Vorbild in Beziehung setzen oder vergleichen, wenn man sein eigenes Schreibprojekt einem Verlag oder einer Literaturagentur anbietet…

        zu 2. würde ich sagen, dass es immer richtig ist, sich die LektorInnen und ihr Angebot genau anzuschauen und in einer ersten Kontaktaufnahme und einem Austausch über das eigene Schreibprojekt zu eruieren, ob es sich bei diesem Menschen um den passenden Lektor/die passende Lektorin handeln könnte und ob das Dienstleistungsangebot einen seriösen Eindruck macht. Ob die Leseproben der Referenzen unbedingt besonders aufschlussreich dahingehend sind, sei einmal dahingestellt. Es ist durchaus möglich, dass dort ein anderer Stil bevorzugt wird, als das, was man selber vielleicht am liebsten lesen würde. Und trotzdem könnte der entsprechende Lektor/die Lektorin in der Lage sein, die Stärken und Schwächen des eigenen Manuskripts klar zu erkennen und zu benennen.
        Auf der anderen Seite: Wenn einem die Referenzen zusagen, ist das sicher schon einmal ein guter Anhaltspunkt.
        Ob Autor und Lektor wirklich zueinander passen, stellt sich jedoch i. d. R. leider immer erst im Laufe der Zusammenarbeit heraus. Es bleibt sozusagen immer ein gewisses Risiko.

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  1. Der Eintrag ist zwar etwas älter, aber trotzdem möchte ich ein Frage dazu loswerden: Überall wird von „unverlangten Manuskripten gesprochen und auf manchen Verlags-Webseiten scheint das ja die Pest des Verlagswesens schlechthin zu sein.
    Wie kommt man dann in den Genuss eines „verlangten Manuskripts“?

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    1. Da müssen dann der Lektor/die Lektorin eines Verlags irgendwie auf das Schreiben oder den Text eines Autors/einer Autorin aufmerksam werden. Z. B. durch Teilnahme an Literaturwettbewerben, bei denen man dann positiv auffällt, oder im Rahmen von anderen Literaturveranstaltungen, auf denen man dann vielleicht etwas liest und anschließend mit den Leuten ins Gespräch kommt. Oder selbst als Zuhörer öfters zu solchen Lesungen, an den Diskussionen teilnehmen und nachher mit den richtigen Leuten nett ins Gespräch kommen… Ein anderer Weg wäre vielleicht, zunächst einmal die Telefonnummer des Lektorats ausfindig zu machen und vorab anzufragen, ob es Sinn machen könnte, das eigene Projekt als Angebot einzureichen. Dazu muss man natürlich entsprechend dickfellig sein, um auch etwaige Absagen wegzustecken.

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    2. Aus der Sicht eines Verlagslektors gesprochen: Unverlangte Manuskripte sind deshalb die Pest, weil höchstens eines von tausend so interessant ist, dass sich eine Veröffentlichung lohnen würde. In den meisten Manuskripten findet man glücklicherweise auf der ersten Seite schon so viele Anfängerfehler, dass der Text nach einer Minute Lesen in den Papierkorb wandert. Das ist übrigens auch der Grund, warum kein Autor auf Verbesserungsvorschläge des Lektors hoffen sollte. Was soll ich zu einem Text sagen, den ich schon nach zwei Absätzen lösche? Meistens aus Gründen, die vermeidbar wären, wenn der Autor den Ratschlägen eines guten Schreibratgebers gefolgt wäre, statt den Ratgeber nur zu lesen.

      Oder wie ein Kollege das ausdrückte: „Ich suche erst im Anschreiben, dann im Exposé, und sehr selten auf den ersten zwei Seiten des Manuskripts nach einem Grund, die Einsendung abzulehnen.“ Dein Text kann bei ihm schon deshalb im Papierkorb landen, weil du im Anschreiben ein Komma so gesetzt hast, wie es im Duden als Kann-Vorschrift aufgeführt ist, und er diese Regel nicht mag.

      Es nützt dir leider auch nichts, wenn ich dir sage, wie ein bestimmter Lektor auf dich aufmerksam werden könnte – du kannst das so gut wie gar nicht beeinflussen.

      Das sind die Schritte für Erst-Autoren, die ich empfehle:

      1. Das Manuskript so oft überarbeiten, bis es dir zu den Ohren rauskommt. Zehnmal überarbeiten ist eher wenig. Erst dann …

      2. Das Manuskript an Testleser geben, DIE GENAU DEINEM IDEALEN LESER ENTSPRECHEN. Es ist vollkommen egal, was deine Tante von dem Text hält, die Germanistik studiert hat, wenn du für Jugendliche schreibst. Dann überarbeitest du noch ein paarmal dank des Feedbacks – überarbeiten kann auch neu schreiben heißen, wenn deine Testleser konsistent über bestimmte Teilen des Plots oder der Figuren meckern. Wenn das Feedback deiner Leser in die Richtung geht „Ich fand’s ganz nett“, veröffentliche bei Amazon. Du kannst dir die restlichen Schritte sparen. Wenigstens hast du kein Geld verloren.

      3. Nun ist das Manuskript so gut, wie du es ohne professionelle Hilfe schreiben kannst. Jetzt holst du dir professionelles Feedback. Um Geld für’s Lektorat zu sparen, suchst du dir einen freiberuflichen Lektor, der Gutachten macht (normalerweise im Auftrag von Verlagen) UND dein Genre gut kennt. Ganz grob liegst du damit bei 500 Euro. Wenn du Leute kennst, die zwischen den Zeilen lesen können, z.B. Recruiter, hol dir deren Meinung zum Gutachten ein. Freiberufliche Lektoren schreiben Ihren Klienten ungern, dass das Manuskript keine Chance auf Veröffentlichung hat. Das ist liest sich dann eher so: “ für einen eingeschränkten Leserkreis geeignet“. Wenn das Gutachten also lauwarm ist, hör besser nach diesem Schritt auf; wenigstens hast du nur 500 Euro verloren. Wenn der Lektor dir dann trotzdem ein Angebot für ein Lektorat macht, hast du leider den falschen erwischt. Er denkt nur an sein Konto. Streich ihn aus deinem Adressbuch.

      4. Suche dir einen freiberuflichen Lektor, der gute Arbeit macht und dein Genre kennt. Vereinbare ein bezahltes Probelektorat, z.B. für die ersten zehn Normseiten. Das gibt dir die beste Chance herauszufinden, ob du mit seiner Arbeitsweise gut zurechtkommst. Erst dann schließe den Vertrag für das Lektorat des ganzen Textes ab. Realistische Annahmen sind zwei oder drei Monate für das Lektorat, weil du ja nicht der einzige Klient bist. Dann überarbeite den Text. Du kannst auch einen zweiten Lektoratsdurchgang vereinbaren, der dann preiswerter ist, um deine Änderung noch mal Revue passieren zu lassen. Zwei Durchgänge liegen ganz grob zwischen zwei- und dreitausend Euro als Gesamtpaket für 300 Normseiten Text. Lehne das freundliche Angebot ab, für einen Aufpreis auch gleich zu korrigieren. Gut lektorieren und gut korrigieren erfordert unterschiedliche Fähigkeiten. Viele Lektoren, die auch Korrektorat anbieten, meinen damit „Word Rechtschreib- und Grammatikprüfung“.

      5. Suche dir einen Korrektor, der viel Erfahrung mit Romanen hat. Lass den Text korrigieren, damit auch der vorletzte Fehler ausradiert wird, und nicht der „Keller“ das Essen serviert. Den letzten Fehler findest du genau in dem Moment, in dem das Buch in der Buchhandlung liegt. Ein gutes Korrektorat liegt preislich etwas unter dem Lektorat. Rechne eher 1300 Euro für die 300 lektorierten Seiten.

      6. Geh auf die Suche nach einer exzellenten Literaturagentur, die viel Erfahrung mit deinem Genre hat, und die bei genau den großen Verlagen schon Manuskripte untergebracht hat, von denen du träumst. Tipp: Die meisten Agenten arbeiten heute wie Verlagslektoren: Wenn sie nicht begeistert sind vom Manuskript, hörst du nichts mehr von ihnen. Der Agent bekommt 20-25% von dem Honorar, das der Verlag zahlt, aber das lohnt sich trotzdem, weil ein Agent einen wesentlich höheren Preis mit dem Verlag vereinbart, als du das geschafft hättest.

      Das ist die beste Möglichkeit, ein „verlangtes“ Manuskript beim Verlag einzusenden – der Literaturagent macht es. Die Schritte vorher waren nur dazu da, für den Agenten ein Angebot zu schaffen, das er nicht ablehnen kann.

      Falls dir das alles nach zu viel Aufwand klingt (könnte ich absolut verstehen), suche einen kleinen Verlag, oder einen Mini-Verlag, der wenigstens einen Vertriebler hat (für das Unterbringen bei den Buchhandlungen). Das gibt dann keine Millionenauflage, aber zumindest hast du tatsächlich eine Chance, dass dein Buch für kurze Zeit in Buchhandlungen steht (die meisten Bücher gehen nach 2-3 Monaten an den Verlag zurück, wenn sie sich nicht verkaufen.

      Als allerletzte Option kannst du das alles vergessen und bei Amazon veröffentlichen – mit Kindle als Ebook, mit CreateSpace als gedrucktes Buch.

      Marketing für dein Buch ist ein komplett anderes Kapitel, aber dir ging’s ja erst mal um das Einsenden des Manuskripts beim Verlag.

      Viel Erfolg!

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      1. Vielen Dank für diese ausführliche Ergänzung! Ich hatte „verlangte Manuskripte“ so verstanden, dass der Verlag aktiv auf die Autorin/den Autor zukommt, weil er an dem Manuskript interessiert ist…

        Aber die aufgezählten Schritte sind, um selbst das Mögliche zu tun in Hinblick auf ein ordentliches Manuskript, natürlich absolut zutreffend. Ausschließlich bei Punkt 4 würde ich einwenden, dass ein guter Lektor in der Regel auch korrigieren kann – auch wenn es sich dabei um zwei verschiedene Tätigkeiten/Fähigkeiten handelt. Ich würde daher nicht pauschal dazu raten, es grundsätzlich abzulehnen, Korrektorat und Lektorat vom selben Dienstleister vornehmen zu lassen…

        Im übrigen sind das sehr gute Ratschläge, denen ich mich nur anschließen kann!

        Herzlichen Gruß
        Anton

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      2. Volle Zustimmung zum separaten Korrektor. Das ist eine Option, die nicht bei jedem freiberuflichen Lektor nötig ist. Bei Erstautoren, die ich nicht persönlich kenne, bleibe ich gern auf der sicheren Seite — machmal zu sicher, zugegeben.

        Meine bohrendsten Bauchschmerzen habe ich, wenn es um die Auswahl des freiberuflichen Lektors geht, der punktgenau auf‘s Manuskript passt. Für jemand, der gar keine Erfahrung hat — also Erstautoren — ist das schwieriger als die letzte Version des Manuskripts loszulassen. Wenn du dafür guten Rat hast, oder großartige Tipps im Netz, wäre ich dir sehr dankbar. Ich schreibe gerade an „Wie finde ich den perfekten Lektor für meinen Roman — eine Gebrauchsanleitung“. Es tut mir jedesmal weh, wenn ich Erstautoren treffe, die auf einen Möchtegern-Lektor reingefallen sind. Ich muss mich immer wieder bremsen, meinen Text nicht im Genre Horror anzusiedeln. :)

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      3. Ja, kann ich gut verstehen. Ich selbst ärgere mich auch oft über manche Menschen, die Lektoratsdienste anbieten. Oft merkt man schnell, dass sie überhaupt nicht wissen, was sie tun, und noch nicht einmal die deutsche Sprache richtig beherrschen. Und dadurch, dass sie ihre Dienste zu Dumping-Preisen anbieten, stechen sie andere, seriösere Anbieter bei der Kundengewinnung bzw. Auftragsakquise dennoch allzu häufig aus. Dass dann das Ergebnis nicht immer unbedingt zufriedenstellend ist, liegt auf der Hand. Autorinnen und Autoren sollten daher auch nicht immer nur auf die Kosten gucken, wenn es um die Wahl eines freien Lektors geht…

        Aber – und das muss man auch sagen – das Verhältnis von Lektor(in) und Autor(in) ist per se oft nicht ganz einfach. Das wäre sicher mal einen eigenen Artikel wert. Ich nehme an, dazu wirst Du auch ein paar Worte schreiben.

        Wenn Du mich konkret nach einem Tipp für einen freiberuflichen Lektor fragst (und das tust Du, wenn ich Dich richtig verstanden habe), würde ich an dieser Stelle dann jetzt SkriptArt (www.skriptart.de) empfehlen. Hier kann ich mich für die Seriosität und Qualifikation verbürgen. Denn das bin ich selbst. Allerdings sind meine Lektoratsangebote nicht für jede(n) geeignet, weil ich 1. kein Freund von Dumping-Preisen bin und 2. manchmal von meiner Seite Auftragsanfragen ablehne, wenn ich das Gefühl habe, dass es nicht passt. Manchmal muss ich auch schlicht deswegen ablehnen, weil ich keine Zeit habe… ;)

        Wird Dein Text ein Buch oder ein Artikel? – Bei einem Buch hätte ich dann ggfls. Interesse an einem Rezensionsexemplar, da ich auf indieautor.com eine Rezensionsreihe zu Schreibratgebern & Co. geplant habe. Bei einem Artikel hätte ich ggfls. Interesse an einem Gastbeitrag (falls Du Deinerseits Interesse daran haben solltest – wenn nicht, ist das auch vollkommen in Ordnung). Deine bisherigen qualifizierten Kommentare lassen in jedem Fall Gutes erwarten… :)

        Herzlichen Gruß
        Anton

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      4. Danke, Anton.

        Das Buch wird noch ein paar Jahre auf sich warten lassen — ich komme dann auf dich zu für frühen Input, wenn das OK ist.

        Die Gebrauchsanleitung für Lektorensuche wird erst mal ein Artikel. Ich hatte bisher noch keine Gastartikel geplant, aber ich denke darüber nach, was das für die Website bedeuten würde.

        Die Leistungen von Skriptart sehen interessant aus, vor allem das Konzept des Romandoktors. Danke für den Link!

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      5. Ach so, nicht dass wir uns da missverstanden haben: Ich dachte eher daran, dass Dein Artikel dann ggfls. auch als Gastbeitrag auf indieautor.com erscheinen könnte. Für meine Website würde das vermutlich einen Zugewinn an nützlicher Information bedeuten. Ich wollte Dir keinen Gastbeitrag von mir aufdrängen… ;)

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  2. Aus Verlagssicht: Danke für die super Zusammenfassung! Absagen zu schicken schmerzt immer.

    Zwei Standardwerke für interessierte Autoren:

    Exposés lernt man schreiben mit Hans Peter Roentgens „Drei Seiten für ein Exposé“. Wenn Sie schon ein Exposé haben: Durchforsten Sie im letzten Drittel des Buches seine Kommentare zu Beispiel-Exposés, Sie finden so leichter Fehler, die Sie vielleicht selbst gemacht haben. Lesen Sie auch seine Bemerkungen zum persönlichen Geschmack (siehe oben im Indieautor Artikel) – geben Sie drei Lektoren denselben Text, und Sie bekommen vier Meinungen.

    Ein Tipp für Autoren: Ein Exposé schreibt man nicht mal eben – es die Visitenkarte für das Manuskript und verlangt so viel Aufmerksamkeit wie das Werk selbst. Zwanzigmal das Exposé zu überarbeiten ist vollkommen normal. Ich rate dringend dazu, es in einem Workshop mit anderen Autoren zu diskutieren. Gerade bei einem Exposé sieht man als Autor den Wald vor Bäumen nicht mehr, spätestens nach der zehnten Fassung.

    Im „Handbuch für Autorinnen und Autoren“ aus dem Uschtrin Verlag erfährt man alles über Genres, Verlage und Literaturagenten. Wie Indieautor im Artikel beschrieben hat: Ich habe keinen Spaß daran, wenn ich als Lektor eines Verlags für „Spannende Bücher, die brennen vor Leidenschaft“ eine sanft erzählte Autobiografie lese, selbst wenn ich das Manuskript schon nach zwei Seiten liebe. Ich gebe in solchen Fällen dann Tipps zur Vermarktung. Solche Ratschläge von Lektoren sind aber im Literaturgeschäft nicht die Regel.

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    1. Es freut mich, dass auch ein ´Verlagsmensch´ sich in dem Beitrag zutreffend repräsentiert fühlt. Ich habe versucht, beiden Perspektiven gerecht zu werden und auf diese Weise auch auf Seite der Autorinnen und Autoren etwas Verständnis für die Sicht des Verlags hervorzurufen.

      Der Ratgeber von Roentgen zum Thema „Exposé“ ist mir als Titel bekannt – allerdings habe ich mir das Buch noch nicht angesehen, so dass ich es im Beitrag nicht erwähnt habe, weil ich nichts aufs Geratewohl empfehlen möchte. Aber es ist für die nähere Zukunft auch ein eigener Beitrag zum Verfassen eines Exposés auf indieautor geplant. Im Zuge dessen werde ich mir das Werk anschauen.

      Das „Handbuch für Autorinnen und Autoren“ aus dem Uschtrin Verlag hingegen kann ich ebenfalls jedem empfehlen, der das eigene Schreiben zu Markte tragen möchte.

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